Utz Rachowski gehört zu den größten Lyrikern und Essayisten, die wir gegenwärtig im deutschsprachigen Raum haben. Er genießt auch international außerordentlich hohes Ansehen, seine Bücher wurden und werden vielfach übersetzt. Regelmäßige Lehraufträge und Vortragsreisen führen ihn an amerikanische Universitäten. In Polen, das ja bekanntermaßen eine ausgeprägte und anspruchsvolle Lyriklandschaft besitzt, finden seine Veröffentlichungen weite Verbreitung.

Er war in der DDR als junger Mann politisch inhaftiert, weil er eigene Gedichte und solche seiner Freunde Reiner Kunze, Jürgen Fuchs und Wolf Biermann weitergegeben hatte. Von Jugend an und bis in die Gegenwart scheute er sich nicht, mit feinen, aber deutlichen Worten kleine und große Erfahrungen, Erlebnisse und Erkenntnisse zu reflektieren und menschliche Verhaltensweisen zu verdeutlichen.

Sein neuer Essayband vereint eine thematisch beeindruckende Vielfalt von Reden, Aufsätzen und Portraits, die – bisweilen verblüffend, aber immer mit großer Klarheit – die Vergangenheit unbestechlich mit der Gegenwart verknüpfen. Zum ersten Mal veröffentlicht er außerdem seine Briefe, die er im Gefängnis geschrieben hat.

Infos:

  • Autorin: Utz Rachowski
  • Titel: Die Lichter, die wir selbst entzünden
  • P&L Edition, ein Imprint des Bookspot Verlags
  • ISBN 978-3-95669-057-0
  • Klappenbroschur mit Lesezeichen, 272 Seiten
  • Preis: 14,80 € (Print), 4,99 € (E-Book)

Rezensionen:

„Denn diese Art Dichtung, in der Rachowski zu Hause ist, lebt vom Bedürfnis, das Menschlichste auszuformulieren, in wenigen Zeilen ganz da zu sein, ein Gefühl, einen Moment mit ganz wenigen Worten einzufangen.“ Leipziger Internet Zeitung

„In seinen Essays zeigt sich der Dichter Utz Rachowski als beeindruckend unbeirrbarer Beobachter. […] Hier erfahren wir von einem, der nie etwas ungeprüft übernommen, stets den eigenen Augen und Ohren vertraut hat und das bis heute tut. Der uns eine aufrechte Fortbewegungsart ohne ideologische Gehhilfen demonstriert.“ Dresdner Neueste Nachrichten

„Ein Autor wird wegen einiger Gedichte aus einem Land geworfen, das es längst nicht mehr gibt. Aber seine Gedichte gibt es noch. Sie haben überdauert zwischen zwei leicht zerstörbaren Buchdeckeln, die sich als haltbarer erwiesen als ein in Beton eingemauerter Staat. […] Ich liebe den lakonischen Ton deiner Gedichte, die scheinbar gar nicht ambitioniert, vor allem nicht überambitioniert daherkommen. Aber die doch zart, einfühlend sind und dem Leser ein Gefühl vermitteln, das ihn mitnimmt und lange bei ihm nachhallt. […]
Ausgesprochen informativ ist der Essayband „Die Lichter, die wir selbst entzünden“, in dessen Texten wichtige Stationen aus deinem Leben sichtbar werden, in Aufsätzen, Interviews, Portraits. Anrührend sind deine Briefe aus dem Gefängnis an die Mutter. […] Nein, du hast kein Leben rein für die Literatur geführt, du hast auch immer politisch agiert. Aber gerade das hat deine Literatur bereichert.“
Auszug aus der Laudatio auf Utz Rachowski von Heinrich Peuckmann anlässlich des Alfred-Müller-Felsenburg-Preises 2020

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