Utz Rachowski gehört zu den größten Lyrikern und Essayisten, die wir gegenwärtig im deutschsprachigen Raum haben. Er genießt auch international außerordentlich hohes Ansehen, seine Bücher wurden und werden vielfach übersetzt. Regelmäßige Lehraufträge und Vortragsreisen führen ihn an amerikanische Universitäten. In Polen, das ja bekanntermaßen eine ausgeprägte und anspruchsvolle Lyriklandschaft besitzt, finden seine Veröffentlichungen weite Verbreitung.

Er war in der DDR als junger Mann politisch inhaftiert, weil er eigene Gedichte und solche seiner Freunde Reiner Kunze, Jürgen Fuchs und Wolf Biermann weitergegeben hatte. Von Jugend an und bis in die Gegenwart scheute er sich nicht, mit feinen, aber deutlichen Worten kleine und große Erfahrungen, Erlebnisse und Erkenntnisse zu reflektieren und menschliche Verhaltensweisen zu verdeutlichen.

Sein neuer Essayband vereint eine thematisch beeindruckende Vielfalt von Reden, Aufsätzen und Portraits, die – bisweilen verblüffend, aber immer mit großer Klarheit – die Vergangenheit unbestechlich mit der Gegenwart verknüpfen. Zum ersten Mal veröffentlicht er außerdem seine Briefe, die er im Gefängnis geschrieben hat.